Würfeln Bewegung ein, wenn man sie damit bespritzt. Das orangefarbene Gel sorgt dagegen für eine wahnwitzige Beschleunigung, wenn man über es hinweg gleitet. Last but not least erlaubt das weiße Gel das Setzen von Portalen, wo es sonst nicht möglich gewesen wäre.
Um die Ecke denken
Die Kunst im Umgang mit dem Gel liegt nicht nur darin, es mit den Portalen an die gewünschte Stelle zu befördern, sondern auch noch sinnvoll miteinander zu kombinieren, wobei in diesem Zusammenhang auch alle anderen Möglichkeiten in Betracht gezogen werden sollten. Ein einfaches Beispiel: Mit Hilfe der Transportröhren befördert man eine schöne Ladung des orangenen Gels und lässt es mit dem Abschalten eines Portals auf den Boden klatschen - schon ist der "Beschleunigungsstreifen" fertig. Aber der allein bringt mich noch nicht über den Abgrund am Ende. Also leite ich das tropfende blaue Gel mit den beiden Portalen ans Ende des Streifens um und baue mir so eine Sprungschanze, mit deren Hilfe ich zusammen mit dem flotten Anlauf die andere Seite erreiche. Neuerungen wie diese bereichern den Spielablauf ungemein und machen die Rätsel noch eine Stufe komplexer.
Man sollte sich vom Einstieg nicht täuschen lassen: Die ersten Portale werden noch nicht aus der Distanz mit der Kanone, sondern manuell per Schalter aktiviert. Entsprechend einfach lassen sich dann auch die Rätsel der ersten Stunde lösen. Wie beim Vorgänger wird man behutsam an das "Denken mit Portalen" gewöhnt. Ist die Kanone wieder im Besitz, darf man zunächst auch nur eines der beiden Portale schießen - das vollständige Upgrade lässt allerdings nicht lange auf sich warten. Es bleibt auch später mit allen spielerischen Zusätzen immer fair und logisch nachvollziehbar.
Zurück in die Vergangenheit
Die Testkammern sind zwar immer noch das Herzstück der Kampagne und gefallen mir weiterhin am besten, aber trotzdem ist es schön, dass sich das Spiel im Mittelteil etwas mehr öffnet und mit dem Besuch der alten Anlage gleichzeitig

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| Portal 2 - es ist einfach Liebe! |
einen Blick in die Vergangenheit von Aperture Science und dessen Gründer Cave Johnson erlaubt. Allerdings zieht sich dieser Teil zu sehr in die Länge und ich konnte es irgendwann nicht mehr erwarten, wieder in den modernen Laborkomplex zurückzukehren.
So, mehr schreib ich jetzt nicht. Lasst euch einfach überraschen, was euch sonst noch erwartet. Aber es ist toll. Ach was... es ist einfach genial und lässt in Sachen Humor, Rätsel, Umfang und Design den Vorgänger tatsächlich hinter sich. Nur technisch hält sich der Fortschritt in Grenzen, denn bis auf die abwechslungsreicheren Kulissen sieht Portal 2 nicht deutlich besser aus als der erste Teil. Während die Source-Engine auf der 360 und PS3 etwa gleiche Dienste leistet, hinterlässt sie auf dem PC dank schärferer Texturen und schickerer Beleuchtung einen besseren Eindruck - der großartige Spielspaß ist allerdings auf allen drei Plattformen identisch.
Böser Bug
Eine Sache aber noch zur Kampagne: Als ich das Spiel bei Valve schon im Vorfeld testen durfte, bin ich (und auch andere Tester) während des Endkampfes auf einen bösen, replizierbaren Bug gestoßen, der dazu führt, dass man das Spiel nicht beenden kann. Da es sich bereits um die Gold-Version gehandelt hat, dürfte das Problem zumindest auf den Konsolen erst mit einem Patch behoben werden. Ohne jetzt die Spoiler-Keule auszupacken: Wenn ihr den letzten Kern ergattert habt, setzt das Portal am besten an eine Wand oder so weit weg vom Endgegner wie möglich, bevor der Regen einsetzt. Es muss danach noch möglich sein, ein Portal mit Hilfe des weißen Gels zu setzen. Kommt es zu dem Bug, wird das Gel allerdings weggewaschen und man hat keine Möglichkeit mehr, ein Portal zu benutzen.
Koop-Vergnügen
Die Kampagne ist bereits göttlich, aber was die Mannen um Chet Faliszek noch für den Koop-Modus ausgetüftelt haben, ist schlichtweg phänomenal! In etwa 20 separaten Levels steuern zwei Spieler die knuffigen Roboter P-body und Atlas durch die knackigen Herausforderungen, die sich nur mit Teamwork meistern lassen. Diese

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| Mit den neuen Energieröhren transportiert man Gegenstände - oder sich selbst. |
kann man sowohl an einer Konsole im Splitscreen als auch online bzw. im LAN angehen. PC- und PS3-Besitzer haben im Gegensatz zur 360-Fraktion den Vorteil, dass sie dank Steam-Anbindung auch gemeinsam losziehen können.
Im Vergleich zur Solo-Kampagne sind die Rätsel und Anforderungen hier sehr viel härter. Neben der gestiegenen Komplexität spielt auch das richtige Timing eine zunehmend wichtige Rolle. So gilt es z.B. den Knopfdruck zum Abwerfen eines Würfels genau so abzupassen, dass der Mitstreiter ihn im richtigen Moment fängt, während er von Vorrichtungen durch die Luft geschleudert wird. Und das ist noch eine der leichtesten Übungen verglichen mit dem, was da in den späteren Stufen an verwirrenden Kopfnüssen wartet. Eine große Hilfe ist das Gestensystem, denn neben der Kommunikation über Headset kann man jede Stelle auf dem Bildschirm mit einem fetten Icon markieren und dem anderen Spieler so z.B. zeigen, welchen Schalter er umlegen oder wo er einen Würfel finden kann - eine wunderbare visuelle Unterstützung.
Quelle: 4players.de